Wie lange bist du schon Teil von Qnit, und wie hat sich deine Rolle in dieser Zeit entwickelt?
Ich bin jetzt seit 10 Jahren Teil des QA-Teams. In dieser Zeit habe ich verschiedene Rollen ausgefüllt, wie Test Manager, Requirements Engineer, Senior Test Automation Engineer und Test Architect, wobei Letzteren meine Haupt- und Lieblingsrollen sind.
Du bist einer unserer Experten für KI und GitHub Copilot – wie verändern diese Technologien die Art und Weise, wie wir an Testautomatisierung herangehen?
Das Erste, was ich hervorheben möchte, ist die steigende Geschwindigkeit des menschlichen Lernens. Man kann praktisch alles fragen und sich alles erklären lassen. Das Erkunden von Konzepten und Ideen ohne die Last, an Details hängen zu bleiben, steigert die Produktivität erheblich und verschiebt den Fokus auf die Idee, die man umsetzen möchte.
Viele Teile von Automatisierungs-Frameworks folgen immer wieder den gleichen Mustern – zum Beispiel das Erstellen von Selektoren, das Schreiben einfacher Assertions oder das Aufsetzen von Teststrukturen. KI kann das erheblich beschleunigen. Das reduziert den mechanischen Aufwand beim Schreiben von Tests und ermöglicht es Ingenieuren, mehr Zeit auf die die wichtigsten Aspekte zu verwenden: Identifizieren von Risiken, das Definieren sinnvoller Testabdeckung und das Entwerfen wartbarer Automatisierungsarchitekturen.
Wir bewegen uns weg vom „WIE“ hin zu dem, „WAS“ ich implementieren bzw. testen möchte. Darin liegt jedoch auch die Gefahr einer wachsenden kognitiven Schuld, die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Systeme werden schneller und komplexer, während wir den Überblick darüber verlieren, wie sie funktionieren.
Was gefällt dir am meisten an der Arbeit bei Qnit?
Ehrlich gesagt sind es die Menschen. Die Beziehungen, die ich aufgebaut habe, und die Art und Weise, wie Qnit wirklich auf Gemeinschaft setzt, machen einen großen Unterschied. Es schafft ein Umfeld, in dem man nicht nur nebeneinander arbeitet, sondern sich tatsächlich verbindet, Ideen austauscht und gemeinsam wächst.
Was ist ein Fun Fact über dich, den die Leute bei Qnit vielleicht noch nicht kennen?
Etwas, das die Leute vielleicht nicht wissen, ist, dass ich in meiner Freizeit auch an Videoproduktionen arbeite. Ich wirke an der Erstellung von edukativem YouTube-Content über Training, Rehabilitation und Ernährung mit, wobei ich für das Filmen, Schneiden und visuelle Storytelling verantwortlich bin.
Wie unterstützt Qnit Innovation und Experimentieren mit neuen Technologien wie KI?
Bei Qnit werden wir kontinuierlich dazu ermutigt, in unser eigenes Lernen zu investieren – sei es durch offizielle Zertifizierungen oder einfach durch das Erkunden neuer Tools und Technologien, die uns interessieren. Das erstreckt sich ganz natürlich auch auf KI. Wir sehen einen klaren Bedarf, zu verstehen, wie KI uns sowohl in unserer täglichen Arbeit als auch darüber hinaus unterstützen kann. Um das strukturierter zu gestalten, bauen wir derzeit eine interne KI-Adoptionsgruppe auf, in der wir aktiv untersuchen, wie sich diese Technologien entwickeln und was das für unsere Arbeit bedeutet. Das Ziel ist nicht nur zu experimentieren, sondern diese Erkenntnisse in praktisches Wissen zu überführen, das wir in Projekten anwenden können.